Die Amphibiensaison ist im vollen Gange und nachdem der Großteil der Molche bereits ihre Wanderung abgeschlossen haben, warten wir aktuell auf die Frösche und Kröten von den Krötentaxis bei Ihrer Wanderung unterstützt zu werden.
Mit über 20 km Amphibienschutzzäunen an Straßen, Straßensperren und Handsammlungen helfen jährlich über 200 freiwillige „Krötentaxis“ den bedrohten Arten über die Straße.
Der Straßenverkehr ist bei den Amphibien die Todesursache Nummer eins, deshalb arbeiten die Biologische Station Minden-Lübbecke, der Kreis Minden-Lübbecke, Straßen NRW und die Kommunen gemeinsam mit den 200 ehrenamtlichen „Krötentaxis“ während der Amphibienwanderung daran, dass die Amphibien sicher zu ihren Laichgewässern gelangen können.
Der wichtigste Zeitraum ist dabei von Anfang Februar bis Ende April In dieser Zeit müssen die Kontrollen und Schutzbemühungen täglich erfolgen. Im Schnitt werden dabei jährlich über 20.000 Tiere sicher über die Straße gebracht.
Leider setzt der Klimawandel den Tieren zusätzlich immer mehr zu: Gewässer trocknen aus, sodass die Larven nicht genug Zeit haben sich zu entwickeln. Auch die Nächte im Februar und März können noch sehr kalt sein, sodass die Wanderungen aus dem Rhythmus kommen. Zudem beeinträchtigen die fehlenden Frühjahrs-Niederschläge diese feuchteliebenden Tiere ebenfalls.
Umso wichtiger sind die ehrenamtlichen Helfer die jetzt im Frühjahr aktiv sind. Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung, ohne Euch würden viele Amphibien ihre Laichgewässer nicht erreichen.
Weitere Infos gibt es hier.