In den vergangenen zwei Jahren wurden zur Unterstützung des Brutbestandes der Fischadler im Kreis Minden-Lübbecke zwei neue Nisthilfen im Vogelschutzgebiet Weseraue in Petershagen errichtet. Erfahrungen aus den benachbarten Schutzgebieten am Dümmer und am Steinhuder Meer zeigen, dass Fischadler gerne künstlich geschaffene Nester annehmen. Dort brüten bereits mehrere Paare seit Jahren erfolgreich.
Auch in der Weseraue wurde dieses Verhalten bereits beobachtet. So wurde bereits 2023 eine Nisthilfe auf einen Strommast angenommen und 2025 das erste Küken erfolgreich großgezogen. Dies war der erste Bruterfolg in Nordrhein-Westfalen seit den 1930er Jahren. Wir berichteten hier.
Die nun neuerrichteten Nester bestehen jeweils aus einem Masten und einem Nistkorb aus Metall. Sie haben eine Höhe von 12 und 16 Metern. Die Platzierung der Nisthilfen erfolgte dabei unmittelbar neben einem kräftigen Baum, wobei die Nistkörbe etwa 1,5 Meter über die Baumkronen herausragen. Fischadler brüten gerne hoch exponiert mit einem guten Überblick über ihre Umgebung.
Vor wenigen Tagen wurden die Nisthilfen für die anstehende Brutsaison vorbereitet. Um den Ansiedlungserfolg zu steigern, wurden je eine Ansitzstange angebracht sowie frische Kiefernäste und Grassoden in den Nistkörben verteilt. Außerdem sollen Nestkameras die erhoffte Ankunft der Fischadler dokumentieren. Die Fischadler kehren in der Regel in der zweiten Märzhälfte aus ihren Überwinterungsgebieten aus Afrika zu uns zurück.