der fertige Bohlenweg im Großen Torfmoor
Der fertige Bohlenweg. © D. Esplör
Regelmäßige Pflegearbeiten

Derzeit finden im Großen Torfmoor wieder verschiedene Naturschutzmaßnahmen statt.

Aktuell weiden noch die Schafe im Gebiet – gleichzeitig werden bereits weitere Maßnahmen zur Beseitigung von aufkommenden, unerwünschten Gehölzen (vor allem Birken) durchgeführt. So wird händisch entbuscht und es finden Mäh- und Mulcharbeiten auf Moorflächen statt, die von den Schafen nicht ausreichend abgeweidet werden können. Eine regelmäßige Aufgabe stellt auch die Beseitigung invasiver Pflanzenarten dar. Da zu zählen dir Spätblühenden Traubenkirsche, der Riesen-Bärenklau oder die Roten Schlauchpflanze.

Eine Schlauchpflanze in Nahaufnahme
Die Rote Schlauchpflanze (Sarracenia purpurea) ist eine fleischfressende Pflanze aus den Mooren Nordamerikas. Mit ihren zu Fangschläuchen umgebildeten Blättern fängt sie Insekten und andere kleine Tiere, verdaut diese am Grund der Blätter und erschließt sich so zusätzliche Nährstoffquellen. © D. Esplör
Foto Schlauchpflanze: Dirk Esplör
Die attraktive Rote Schlauchpflanze wird im Pflanzenfachhandel als Zimmerpflanze angeboten und wurde leider von wohlmeinenden Pflanzenfreunden im Großen Torfmoor angesiedelt. Da diese Art winterhart ist und sich auf Kosten der bedrohten heimischen Moorpflanzen ausbreitet, müssen ihre Vorkommen nun regelmäßig beseitigt werden. © D. Esplör
Sanierung des Bohlenwegs

Eine besondere Maßnahme stellte in diesem Jahr die Erneuerung eines ca. 20 Jahre alten und ca. 120 m langen Bohlenweges dar. Dieser Weg bildet einen wichtigen Baustein innerhalb der Rundwanderwege des Gebietes und wurde seinerzeit im Zuge eines von der EU geförderten Projektes (LIFE) errichtet. In den letzten Jahren mussten regelmäßig umfangreichere Ausbesserungen vorgenommen werden. Da mittlerweile auch die Unterkonstruktion abgängig war, kam nur noch ein vollständiger Neubau in Frage. Beim Abbau des Weges stellte sich heraus, dass der Weg auf einem „Fundament“ aus alten, stark verrotteten Bahnschwellen ruhte. Dieses stark schadstoffbelastete Material musste ebenso wie der eigentliche Bohlenweg fachgerecht abgebaut und entsorgt werden.

Transport des Materials war eine Herausforderung auf dem Moorboden

Der Abtransport des Materials war aufgrund des wenig tragfähigen Moorbodens nicht ganz einfach und erfolgte mit speziellen Geräten.

Für den neuen Bohlenweg sollte nun eine möglichst dauerhafte Konstruktion gefunden werden. Die Unterlage für den Bohlenweg bilden deshalb Schwellen aus Recyclingkunststoff. Auf dieser konnte dann die Unterkonstruktion verlegt und mit stabilen Bohlen abgedeckt werden. Hierfür wurde Eichenholz verwendet, das als eines der langlebigsten einheimischen Hölzer gilt.

Der alte, abgängige Bohlenweg im Großen Torfmoor.
Der alte Bohlenweg nach den letzten umfangreicheren Ausbesserungsarbeiten 2023. © D. Esplör
der fertige Bohlenweg im Großen Torfmoor
Der neue Bohlenweg frisch nach der Fertigstellung. © D. Esplör
Foto Baustelle Großes Torfmoor: Dirk Esplör
Für den Abtransport des alten Holzes wurde spezielle moortaugliche Geräte eingesetzt. © D. Esplör